Unabhängigkeit vor Nachhaltigkeit: Deutsche wollen Mobilitätswende, aber scheuen Kosten

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Donnerstag, Apr. 3, 2025
Eine neue repräsentative Online-Umfrage des Felddienstleisters Norstat hat nun die Bereitschaft der Deutschen untersucht, ihr Mobilitätsverhalten den geänderten Anforderungen der Klimakrise anzupassen. Die Ergebnisse zeichnen laut Sebastian Sorger, Managing Director von Norstat Deutschland, ein klares Bild: „Klimaschutz ist wichtig, aber sobald es an den eigenen Geldbeutel geht, stoppt der Enthusiasmus der Deutschen.“
Die wichtigsten Ergebnisse der Norstat-Umfrage zusammengefasst:
Umweltzonen und Steuern
„Insgesamt zeigt unsere Umfrage, dass die Deutschen durchaus offen sind für Maßnahmen, die das Klima schonen. Doch trotz dieser Offenheit stoßen hohe Spritpreise und steigende Steuern zur Erreichung der Klimaziele auf große Ablehnung. Mehr als die Hälfte der Befragten widersprechen einem Anstieg der Benzinpreise, bei Steuererhöhungen sind es sogar fast zwei Drittel“, so Sorger.
Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Sharing-Angebote
„ÖPNV und Sharing-Angebote überzeugen die Deutschen bisher nicht. Trotz regionaler Unterschiede nutzten vor Corona nur die wenigsten Deutschen ÖPNV- und Sharing-Angebote regelmäßig. Um die Klimaziele zu erreichen, muss hier mehr Akzeptanz geschaffen werden. Insgesamt zeigt sich aber eine größere Bereitschaft der jüngeren Generationen, Alternativen zum Auto zu suchen und diese auch zu nutzen“, erklärt Sorger.
Elektromobilität
„Die Zustimmung für E-Mobilität, insbesondere E-Autos, fällt sehr niedrig aus. Rund die Hälfte der Befragten möchte nicht auf E-Mobilität umsteigen. Dies geht einher mit einer als schlecht eingeschätzten Infrastruktur, insbesondere im ländlichen Raum. Hier wartet auf die nächste Regierung die große Aufgabe, der Skepsis der Bürger konstruktiv zu begegnen“, so Sorger weiter.
Ausbau der Infrastruktur
„Unsere Umfrage zeigt, dass die Deutschen bereit sind im Fernverkehr auf die Bahn umzusteigen, solange die Infrastruktur stimmt. Das ist ein konkreter Ansatzpunkt für die Politik. Ebenso spricht sich ein Großteil der Befragten für den Ausbau von Radwegen aus. Auch hier scheint also noch Verbesserungsbedarf zu bestehen“, erläutert Sorger.
Fazit
Sebastian Sorger, Managing Director von Norstat: „Insgesamt zeigt sich, dass in der Bevölkerung zwar der Wille besteht, die Klimaziele zu verfolgen und dieser zuweilen sogar stark ausgebildet ist. Unabhängigkeit im Verkehr ist unserer Umfrage nach aber noch wichtiger als Nachhaltigkeit. Die Umstellung auf alternative Antriebe überzeugt die Deutschen dabei insgesamt ebenso wenig, wie die Nutzung von ÖPNV und Sharing-Diensten. Extraausgaben für mehr Nachhaltigkeit stehen viele ablehnend gegenüber. Doch gerade bei den unter 46-Jährigen kann eine Tendenz des Umdenkens erkannt werden. Die Aufgabe der Politik ist klar, wenn auch nicht einfach: Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit leisten sowie funktionierende und umsetzbare Lösungen liefern.“
Die Norstat Deutschland GmbH ist als Teil der Norstat-Gruppe ein europaweit führender Anbieter von technologiegetriebenen Datenerhebungsmethoden für Consumer Insights, Analysten und die Marktforschung. Derzeit ist die Gruppe in 18 europäischen Ländern aktiv. Das Dienstleistungsspektrum umfasst in Deutschland insbesondere die Programmierung, Datenerhebung und Auswertung von Onlineumfragen in einem eigenen Konsumentenpanel sowie die Auslieferung der Ergebnisse. Zunehmend werden auch Projekte mit ergänzenden Methoden umgesetzt (z.B. die Organisation von Online-Fokus-Gruppen). Zertifizierungen nach ISO 20252, ISO 9001 und ISAE 3000 sichern die hohe Datenqualität. Damit unterstützt Norstat seine Kunden, Entscheidungen auf Grundlage von fundierten Ergebnissen zu treffen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.norstat.de.
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