Schwerer Ausbruch der Vogelgrippe in griechischem Feuchtgebiet

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Kathmandu Nepal
Freitag, Apr. 4, 2025
Im Prespa-Nationalpark in Nordwest-Griechenland kam es zu einem schweren Ausbruch der Vogelgrippe. Besonders hart hat es die Krauskopfpelikane getroffen, die am Prespa-See ihre weltweit größte Kolonie haben. Das Massensterben begann Mitte Februar, als die ersten Pelikane aus ihren Überwinterungsgebieten im Nordosten Griechenlands und der Westtürkei an den Prespa-See zurückgekehrt sind. Mittlerweile ist die Zahl auf 600 verendete Tiere angewachsen.
Bei den toten Pelikanen handelt es sich um geschlechtsreife Vögel, die in diesen Tagen eigentlich mit dem Brutgeschäft begonnen hätten. Statt eines regen Nestbaubetriebs sieht man nun etliche verendete Pelikane auf den Nistinseln oder in deren unmittelbarer Nähe im Wasser. „Das ist ein ungemein schmerzlicher Verlust“, sagt Dr. Stefan Ferger, Zugvogelexperte bei EuroNatur. „Die Sterberate unter den Krausköpfen beträgt schon jetzt 60 Prozent. Wir müssen in diesem Jahr leider von einer schlechten Brutsaison am Prespa-See ausgehen“, so Ferger weiter.
Um die Ausbreitung der Vogelgrippe am Prespa-See einzudämmen, müssen die Kadaver eingesammelt werden. Dies stellt für die griechischen Behörden eine logistisch schwierige Aufgabe dar. Zudem fühlen sich nicht infizierte bzw. immunisierte Pelikane durch diese Maßnahmen in ihrem Brutgeschäft gestört.
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