Im Jahr 1986 wurde das Unternehmen von Peter Handstein unter dem Namen „Hape Kindergarten Supply“ gegründet, zu dem heute weltweit rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören. Die Spielzeuge werden weltweit verkauft. „Die Produktion unserer Produkte erfolgt aus nachhaltigen Materialien wie Bambus, Holz oder Reis in China und wird von dort aus an unsere Kunden verschickt“, erklärt Dennis Gies, Geschäftsführer der Toynamics Europe GmbH und Sohn des Gründers Peter Handstein. „Unter Einhaltung einer nachhaltigen Forstwirtschaft unterhalten wir beispielsweise einen eigenen Bambuswald in der ostchinesischen Provinz Zhejiang. Von dort haben wir eine gute Anbindung an einen großen chinesischen Hafen.“
Bis zum Jahr 2009 produzierte das Unternehmen ohne eigenes Label ausschließlich für andere Marken, wie beispielsweise Haba oder Simba, ehe es unter der Eigenmarke Hape begann, eigenes Spielzeug zu entwickeln und herzustellen. „Mittlerweile erfolgen rund ein Drittel unserer Umsätze durch die Eigenmarke“, erklärt Julian Kipper, Prokurist im Unternehmen. Dank Online-Handel sei das Unternehmen zudem gestärkt aus der Corona-Krise gegangen.
Zwei Auszubildende gehören zum Team in Groß-Eichen, das, wenn es nach Dennis Gies und Julian Kipper geht, gerne weiter vergrößert werden kann. Denn das Unternehmen setzt weiterhin auf Wachstumskurs: „Wir wollen neue Märkte mit viel Dynamik, Kreativität, Qualität und Know-How erobern“, informiert Geschäftsführer Gies. Toynamics bietet eine Vielzahl an Ausbildungsberufen: beispielsweise zum/ zur Kaufmann/-frau für Büromanagement, für Marketingkommunikation, im E-Commerce, im Groß- und Einzelhandel, ebenso ist ein duales Studium möglich.
Der Fachkräftemangel macht auch vor dem Unternehmen in Groß-Eichen nicht Halt: „Wir haben zurzeit Schwierigkeiten, Mitarbeiter für die Bereiche in der IT und für die kaufmännischen Berufe zu finden“, so Prokurist Kipper.
„Bemerkenswert finde ich, dass Sie sich nicht einfach mit dem Fachkräftemangel abfinden, sondern immer wieder neue Ideen entwickeln, um sich für potentielle Arbeitnehmer noch interessanter zu werden“, so Dr. Mischak.
Das sei richtig, meint Gies und führt weiter aus: „Ob Homeoffice, flexible Arbeitszeitmodelle, individuelle Entwicklungsmöglichkeiten oder betriebliche Altersvorsorge: Wir möchten, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns wohlfühlen. Das funktioniert natürlich nur, wenn Angestellte mit Kindern diese gut untergebracht und versorgt wissen. Genau aus diesem Grund planen wir die Einrichtung eines Naturkindergartens für die Kinder unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, stellt Gies in Aussicht. Auch die Gemeinde könnte einige der Plätze für die Bürgerinnen und Bürger nutzen. Ein Angebot, das bei Bürgermeister Andreas Sommer auf großen Zuspruch stößt.
„Es ist schön, zu sehen, dass ein so erfolgreiches und innovatives Unternehmen wie Toynamics im Vogelsbergkreis ansässig ist und noch weiter wachsen und den Standort in Groß-Eichen weiter ausbauen will“, so Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak abschließend.
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