Das Kunststoff-Zentrum SKZ erweitert Dienstleistungsangebot mit neuer Anlagentechnik

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Freitag, Apr. 4, 2025
Materialextrusion: Verarbeitung von Hochleistungsthermoplasten
Die neue Anlage P400 von Apium erlaubt die Verarbeitung anspruchsvoller Hochleistungsthermoplaste wie PEEK, PPSU und PEI im Fused Layer Modeling (FLM) Verfahren. Diese Materialien zeichnen sich durch ihre hohe Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit, sowie ihre mechanische Belastbarkeit aus. Das System eröffnet neue Möglichkeiten zur Herstellung komplexer, funktionaler Bauteile, die in Branchen wie der Luft- und Raumfahrt, Mobilität, Medizintechnik oder dem Maschinenbau zum Einsatz kommen. Die erweiterte Materialauswahl ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen für höchste Anforderungen. Die Fertigungsanlage bietet durch einen zweiten Druckkopf die Möglichkeit, 2K-Bauteile oder Bauteile mit Stützstruktur aus einem anderen Material herzustellen.
Daneben erweitert das SKZ seine Möglichkeiten, Granulat direkt zu verarbeiten. Der Einsatz von Granulatextrudern sorgt nicht nur für geringere Materialkosten, sondern auch für eine größere Materialauswahl. Es können Materialien verwendet werden, die nicht als Filament vorliegen, sowie besonders weiche oder hochgefüllte Materialien verarbeitet werden.
Laser-Sintern: Großformatige Bauteile und vielfältige Materialoptionen
Mit der neuen Laser-Sinteranlage WLS3232 von Weirather können nun größere Bauteile aus technischen Kunststoffen wie z.B. PA 6, PA 6.6 und PBT gefertigt werden. Durch den großen Bauraum und die hohe Bauraumtemperatur von bis zu 250 °C wird ein breites Materialspektrum unterstützt. Für optimale Bauteilqualität lassen sich die Parameter material- und bauteilabhängig einstellen. Die integrierte Wärmebildkamera gewährleistet eine kontinuierliche, berührungslose Prozessüberwachung, sodass eine hohe Qualität der Bauteile sichergestellt wird.
Das System verfügt zudem über wechselbare Prozesseinheiten und einen vorheizbaren Vorratsbehälter, wodurch eine nahtlose Produktion ohne Unterbrechungen ermöglicht wird. Dies sorgt für eine hohe Effizienz und ermöglicht es, den Produktionsfluss bestmöglich zu gestalten.
Harzbasierte Verfahren: DLP-Anlage für höchste Präzision
Die ebenfalls neu installierte Anlage Pi200 von Uniontech, die nach dem DLP-Verfahren (Digital Light Processing) arbeitet, eignet sich besonders für die Herstellung von Bauteilen mit hohen Präzisionsanforderungen. Dank der guten Auflösung und Wiederholgenauigkeit ist sie neben der direkten Herstellung von Bauteilen für die Endanwendung auch ideal für die Produktion additiv gefertigter Werkzeugeinsätze für die Spritzgussfertigung geeignet. Die freie Parametrisierung ermöglicht die Anpassung an eine breite Palette an Harzmaterialien, wodurch das SKZ in der Lage ist, individuelle Kundenanforderungen zu erfüllen.
„Mit der Erweiterung unserer Fertigungskapazitäten durch diese neuen Anlagen können wir unseren Kunden eine noch breitere Palette an Materialien und Verarbeitungsmöglichkeiten anbieten“, erklärt Adrian Beetz, Gruppenleiter Forschung Additive Fertigung. „Dies ist ein wichtiger Schritt, um den stetig wachsenden Anforderungen im Bereich der Hochleistungskunststoffe und der additiven Fertigung gerecht zu werden. Von der simplen Auftragsfertigung von Bauteilen bis hin zu komplexeren Projekten bieten wir unseren Kunden die passende Unterstützung.“
Weitere Informationen zum Bereich Additive Fertigung
Das SKZ ist ein Klimaschutzunternehmen und Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.
FSKZ e. V.
Friedrich-Bergius-Ring 22
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