Einzigartig wirksam, hochgradig sicher, weltweit unverzichtbar: Ethanol gilt unter anderem wegen seiner besonderen antimikrobiellen Eigenschaften als Multitalent und wird etwa von der WHO als unverzichtbar für antiseptische Anwendungen eingestuft. Der IHO klärt in seiner neuen Broschüre „Wirkstoff Ethanol – wirksam, sicher, unverzichtbar“ daher mit Expert:innen dazu auf, warum der Allround-Rohstoff (lebens-)wichtig für die Gesundheits-, Pharma-, Medizinprodukte- und Lebensmittelindustrie ist – und eine mögliche gefahrenorientierte Einstufung durch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) letztlich das Ziel eines höheren gesundheitlichen Verbraucherschutzes konterkariert.
Datenbasis zur Ethanol-Bewertung ungeeignet
Das betreffende ECHA-Bewertungsverfahren könnte den Ethanol-Einsatz stark einschränken (betrifft u.a. Einstufungs-, Kennzeichnungs- und Verpackungsverordnung CLP). Jedoch: „Der gefahrenorientierte Ansatz zur Einstufung von Ethanol auf Basis der CLP basiert ausschließlich auf Daten einer (missbräuchlichen) oralen Aufnahme von Ethanol-Gemischen ohne weitere Risikobetrachtung und ist daher für die Bewertung der technischen Anwendung bzw. des Inhaltsstoffes Ethanol nicht geeignet“, so das Fazit der Expert:innen in der IHO-Broschüre.
Kurzum: Eine Ethanol-Substitution wäre nur in wenigen Einzelfällen möglich. Die Effekte einer Einstufung in Gefahrenkategorie 1 (Cancerogen Mutagen Reprotoxic, CMR) auf den Schutz und das Vertrauen der Verbraucher wären aber enorm.
Allround-Rohstoff im Einsatz für die Gesundheit
Im Vergleich zu anderen Alkoholen wirkt Ethanol etwa auch bei unbehüllten Viren und verdampft rückstandslos. Zudem ist es das einzige aus nachwachsenden Stoffen hergestellte Lösungsmittel, das bei CMR-Einstufung durch petrochemische Lösungsmittel ersetzt werden müsste. Wie würde sich die Einstufung konkret auf die Gesundheits-, Pharma-, Medizinprodukte- und Lebensmittelindustrie sowie den Schutz von Verbrauchern, Patienten und Arbeitnehmern auswirken? Darauf geben Spezialist:innen für Virologie und Infektionsprävention, aus der pharmazeutischen und Lebensmittelindustrie sowie dem Arbeitsschutz in der neuen IHO9Broschüre fundierte Antworten.
Der IHO ist der deutsche Branchenverband der Reinigungs- und Desinfektionsmittelhersteller für die professionelle Anwendung in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der Mitgliedsunternehmen gehören die Bereiche Gesundheitswesen, Großküchenhygiene, Gebäudereinigung, Lebensmittelindustrie, Großwäschereien und auch Metallindustrie. Die Branche der professionellen Reinigungsindustrie setzt in Deutschland über 1 Milliarde Euro um und beschäftigt national mehr als 7.000 Mitarbeiter. Die zumeist kleinen und mittelständischen Unternehmen weisen eine überdurchschnittliche Forschungs- und Innovationsquote auf.
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